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ZIELE

Das Motto des Ordens der Lilie und des Adlers lautet:

 

«Liebe und Gegenseitigkeit, verankert in der Menschheit»

Der Orden der Lilie und des Adlers ist eine „geistige Ritterschaft“, die die in der Welt verstreuten hohen moralischen Werte in sich vereint und ihre Mitglieder dazu aufruft, Großzügigkeit und soziale Gerechtigkeit zu üben, um Armut, Not und moralische Bedrängnis zu bekämpfen.

Das angestrebte Ziel – wie es Marie Routchine am Tag der Ordensgründung, dem 19. Januar 1915, formulierte – ist vor allem: „der Schutz der Schwachen; Nächstenliebe gegenüber Armen, Notleidenden, Witwen und Waisen; sowie Hilfe für Kranke und Leidende.“

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, die Einweihung als Selbstzweck zu betrachten, denn – entgegen der landläufigen Meinung – handelt es sich dabei nicht um eine Zauberformel.

Die Einweihung besteht vornehmlich darin, eine Lehre zu empfangen und sie im eigenen Inneren lebendig werden zu lassen. Diese beharrliche Praxis ist der lebendige Weg, der zum höheren Ziel der universellen Brüderlichkeit führt: zur Vereinigung aller Menschen im Sinne ihrer Evolution, die sie zur Fülle des Glücks leitet. So verstehen wir die Einweihung und so richten wir unsere Arbeit aus, geleitet von einem dreifachen Zweck:

  • FORMUNG DER PERSÖNLICHKEIT: Gestaltung der Persönlichkeit des Einzelnen und Streben nach dessen Selbstvervollkommnung.

  • AUSSTRAHLUNG VON LIEBE: Die Liebe, welche die Mitglieder des Ordens der Lilie und des Adlers beseelt, nach außen zu den Leidenden und Bedürftigen tragen – durch gelebte Nächstenliebe.

 

  • DIENST AN DER GESELLSCHAFT: Der Gesellschaft ermöglichen, durch Stiftungen und Einrichtungen von den wesentlichen Früchten der beiden erstgenannten Ziele zu profitieren.

  • Man kann daher sagen, dass das Wesen des von Marie Routchine geschaffenen Werkes darin besteht :

"Die Vervollkommnung des Einzelnen zum Wohle der Gemeinschaft."

 

Was ist die Einweihung im Orden der Lilie und des Adlers? Welchen Zweck verfolgt sie? Warum sollte man gerade diesen Weg einschlagen und keinen anderen? Was bedeutet sie für den Aspiranten ?

 

Die Einweihung besteht aus einer Reihe von Schlüsseln – Abbildern der manifestierten Wahrheit –, die der Schüler empfängt und durch eigene Anstrengung zur Entfaltung bringen muss. Man wird nicht allein dadurch eingeweiht, dass man Texte oder die Inhalte von Dokumenten und Büchern auswendig lernt – so wie man es beim Erlernen herkömmlicher Fächer wie Sprache, Rechtschreibung, Mathematik oder Geografie tun würde. Tatsächlich ist es ein Mangel an Verständnis für die Methode der Einweihung, der uns stets unzufrieden zurücklässt und uns ständig nach neuen Lehren verlangen lässt. Einweihungsarbeit ist der Prozess, durch den der Eingeweihte seine eigene Lehre entwickelt – ein Werk, das seine einzigartige Individualität zur Entfaltung bringt.

« Eines der Grundprinzipien der Einweihung liegt in dem beharrlichen und standhaften Bemühen, in sich selbst eine heilsame Willenskraft zu kultivieren, die auf aufgeklärter Freiheit gründet. Die Entfaltung dieser angeborenen Fähigkeit soll uns jene Mittel und Kräfte verleihen, die jeder Eingeweihte benötigt, um zum Wohle der Gemeinschaft zu wirken.» — Eugène Dupré

Man könnte keine präzisere oder klarere Aussage finden als diese – ein Prinzip, das jenen, die nach Meisterschaft streben, stets als Wegweiser gedient hat. Diese wenigen Worte fassen das Wesen der Einweihungsarbeit zusammen.

« Jeder Mensch hat die ihn umgebende Schöpfung als natürlichen Lehrmeister; man muss diesem stillen Lehrer nur aufmerksam zuhören ...“ „... auf dass er zu ihrem beredtesten Meister werde, den ein Mensch nur haben kann.» — Marie Routchine

« Jeder Mensch, der – sei es auch nur im Geringsten – das Bestreben gezeigt hat, sein physisches, psychisches oder geistiges Selbst weiterzuentwickeln und zu erheben, ist für unsere Einweihung geeignet, die als ‚Evolutionistische Einweihung‘ bekannt ist. » — Démétrius Platon Sémélas
 

Offizielle Website des ORDENS DER LILIR UND DES ADLERS
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